anders

anders

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an|ders ['andɐs] <Adverb>:
1. (im Vergleich zu jmd., etwas anderem) nicht so, sondern abweichend (in Aussehen, Gestalt usw.):
er sieht anders aus als sein Vater; in der neuen Umgebung war alles anders (fremd, ungewohnt); hier muss vieles anders werden (muss sich vieles ändern); gut gewürzt schmeckt die Suppe gleich ganz anders (viel besser).
2. sonst:
wer anders als sie könnte das getan haben?; hier und nirgendwo anders.

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ạn|ders 〈Adv.〉
1. auf andere Weise
3. verändert, nicht so wie früher od. wie üblich
4. außer, außerdem, noch, sonst
● jemand \anders; →a. andere(r, -s)\anders Denkende(r) = Andersdenkende(r) ● \anders ausgedrückt mit anderen Worten; aussehen: sie sieht (ganz) \anders aus als ihre Schwester; sich \anders besinnen seine Pläne ändern; ich denke \anders (als ihr); das klingt schon ganz \anders 〈umg.〉 besser; erstens kommt es \anders und zweitens als man denkt 〈umg.; scherzh.〉 es kommt meist anders als erwartet; das macht man \anders; sich eine Sache \anders überlegen den Entschluss ändern; sie ist \anders geworden\anders geartet = andersgeartet; \anders lautend = anderslautend ● sie muss um diese Zeit irgendwo \anders gewesen sein; ich habe es nicht \anders erwartet; so und nicht \anders (wird es gemacht)!; wenn es nicht \anders geht ...; ich konnte nicht \anders als ihn (höflich) empfangen; wenn \anders nicht möglich, müssen wir schon um 5 Uhr abreisen ● wem \anders sollte ich vertrauen, wenn nicht dir?; wer \anders könnte es denn gewesen sein?; wo \anders könnte er gewesen sein als bei dir? wo sonst

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ạn|ders <Adv.> [mhd. anders, ahd. anderes, eigtl. = Gen. Sg. Neutr. von 1ander…]:
1.
a) auf andere, abweichende Art u. Weise, abweichend, verschieden:
a. denken, handeln, fühlen;
die a. denkende (eine andere Meinung vertretende) Minderheit;
die a. Denkenden, Gesinnten;
a. gesinnt sein; a. geartete Probleme;
a. lautende (etw. anderes aussagende) Berichte, Meldungen;
sie ist, a. als er (im Gegensatz, Unterschied zu ihm), nicht geflohen;
so und nicht a. (genau so);
etw. nicht a. (nur so) kennen;
b) andersartig, fremd, ungewohnt:
a. aussehen, wirken, sein;
c) besser, schöner:
früher war alles ganz a.;
hätte ich es doch nicht getan, dann wäre es bestimmt a. gekommen.
2.
a) <in Verbindung mit Indefinit-, Interrogativpronomen u. Adverbien> sonst:
wer, jemand, niemand, irgendwo, nirgends a.;
wer, wie, was, wo a.;
wie könnte es a. sein;
wie a. könnte man sich das erklären;
hier und nirgendwo a.;
b) (ugs.) im anderen Fall, anderenfalls, sonst:
wir müssen ihm zuerst helfen, a. lässt er uns nicht gehen.

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Ạnders,
 
1) Günther, eigentlich G. Stern, Schriftsteller, * Breslau 12. 7. 1902, ✝ Wien 17. 12. 1992; Sohn des Psychologen William Stern; studierte Philosophie bei E. Cassirer, M. Heidegger, E. Husserl, 1929-37 Ȋ mit Hannah Arendt. Emigrierte 1933 nach Paris, lebte 1936-50 in den USA, danach in Wien. Anders schrieb philosophische und kulturkritische Studien, auch Gedichte und erzählende Prosa. Als sein Hauptwerk gilt die Essaysammlung »Die Antiquiertheit des Menschen« (Band 1: »Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution«, 1956; Band 2: »Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution«, 1980). Anders war führend in der internationalen Anti-Atombewegung (literarischer Niederschlag u. a. in dem Tagebuch aus Hiroschima und Nagasaki »Der Mann auf der Brücke«, 1959). Sein in den 30er-Jahren entstandener antifaschistischer Roman »Die molussische Katakombe« erschien erst 1992.
 
Weitere Werke: Kafka. Pro und contra (1951); Wir Eichmannsöhne (1964); Philosophische Stenogramme (1965); Die Schrift an der Wand (1967); Endzeit und Zeitenende (1972); Ketzereien (1982); Mensch ohne Welt. Schriften zur Kunst und Literatur (1984); Tagebücher und Gedichte (1985).
 
 2) Peter, Sänger (lyrischer Tenor), * Essen 1. 7. 1908, ✝ Hamburg 10. 9. 1954; debütierte 1932 in Heidelberg, wurde 1938 Mitglied der Bayerischen Staatsoper in München, 1939 der Berliner, 1948 der Hamburg. Staatsoper. Er trat besonders als Interpret in Werken W. A. Mozarts und G. Verdis sowie als Liedsänger hervor.
 
 3) Władysław, polnischer General, * Błonie (bei Warschau) 11. 8. 1892, ✝ London 12. 5. 1970; kämpfte 1920 unter Marschall J. Piłsudski im Polnisch-Sowjetischen Krieg gegen die Rote Armee. 1939 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung stellte er 1941/42 in der UdSSR polnische Truppenverbände auf, die mit ihm über Vorderasien nach Nordafrika und Italien (Einnahme von Montecassino, 1944) kamen. Seit 1945 lebte er in London und beteiligte sich an den Aktivitäten polnischer Exilpolitiker.

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ạn|ders [mhd. anders, ahd. anderes, eigtl. = Gen. Sg. Neutr. von ander...] <Adv.>: 1. a) auf andere, abweichende Art u. Weise, abweichend, verschieden: a. denken, handeln, fühlen; die a. denkende (eine andere Meinung vertretende) Minderheit; die a. Denkenden, a. Gesinnten; a. gesinnt sein; a. geartete Probleme; a. lautende (etw. anderes aussagende) Berichte, Meldungen; Ich kann auch a. (ugs.; auf andere, strengere, weniger nachsichtige o. ä. Weise handeln), denn meine Geduld ist zu Ende (Gabel, Fix 63); Dem Münchner Ehepaar ... wurde ganz a. (ugs.; es erschrak), als es davon erfuhr (Spiegel 9, 1978, 68); sie ist, a. als er (im Gegensatz, Unterschied zu ihm), nicht geflohen; so und nicht a. (gerade so); etw. nicht a. (nur so) kennen; Wir können nicht a., es ist förmlich ein Zwang (Remarque, Westen 102); Sie habe es sich a. überlegt, erklärte sie (Danella, Hotel 342); Mutter will's nicht a. (Müller, Niederungen 135); b) andersartig, fremd, ungewohnt: a. aussehen, wirken, sein; c) besser, schöner: früher war alles ganz a.; hätte ich es doch nicht getan, dann wäre es bestimmt a. gekommen. 2. a) <in Verbindung mit Indefinit-, Interrogativpronomen u. Adverbien> sonst: wer, jemand, niemand, irgendwo, nirgends a.; wer, wie, was, wo a.; wie könnte es a. sein; wie a. könnte man sich das erklären; hier und nirgendwo a.; b) (ugs.) im anderen Fall, anderenfalls, sonst: wir müssen ihm zuerst helfen, a. lässt er uns nicht gehen; Zu einem Ausritt wäre die Erlaubnis von ... Mrs. Clerk nötig; a. gibt der Stallmeister die Pferde nicht her (Fr. Wolf, Menetekel 67).

Universal-Lexikon. 2012.

См. также в других словарях:

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